
Ablenkung in der Corona-Krise
Bloß nicht in einen Trübsinnsstrudel geraten
Epidemien, die unser Leben beeinträchtigen, gibt es seit Menschengedenken. Heute ist es das Coronavirus, welches die ganze Welt in Atem hält. Aufgrund der derzeitigen Lage sollten wir so gut es geht zuhause bleiben, um uns und unsere Mitmenschen vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Hamstern, Egoismus und Panik helfen uns in dieser Situation nicht weiter. Aber wie gehen wir Menschen mit dieser Isolation und Einschränkung um? Wie können wir den Alltag in den nächsten Wochen meistern? Und wie kann man einen sogenannten „Lagerkoller“ vermeiden? „Ablenkung“ heißt das Stichwort – einige Tipps haben wir für Sie zusammengestellt:
1) Reizüberflutung vermeiden
Zuverlässige Informationen sind ebenso wichtig wie ein funktionierendes Gesundheitssystem. Die Medien überschütten uns minütlich mit neuen Hiobsbotschaften zur aktuellen Lage. Doch die Reizüberflutung ist extrem schädlich für unser Stressempfinden und kann auch Ängste verursachen. Es reicht, wenn man sich einmal morgens und einmal abends über die aktuelle Lage zum Coronavirus informiert. Die Informationen sollten dosiert, aktiv und bewusst aus wissenschaftlichen sowie zuverlässigen Quellen (z.B. Robert-Koch-Institut) konsumiert werden.
2) Der Frühjahrputz
Wir müssen momentan viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen. Wie wäre es also mit einem ausgedehnten Frühjahrsputz oder größeren Renovierungs- und Säuberungsaktionen? Ist man ständig in seinem Alttag unterwegs, haben wir wenig Zeit dafür. Jetzt ist die perfekte Gelegenheit für all diese Dinge gekommen. Und ist unser Zuhause wieder richtig sauber, fühlt man richtig gut.
3) Unkraut zupfen gegen die Angst
Täglich sorgt der Coronavirus für neue Schlagzeilen und für Kopfzerbrechen. Da tut eine kleine Ablenkung wahre Wunder - zum Beispiel durch Gartenarbeit. Unkraut jäten, Laub zusammenharken, Stauden teilen, Rasen mähen - was gibt es erholsameres als im Garten zu werkeln? Nach ganz kurzer Zeit stellt sich ein Gefühl der Schwerelosigkeit ein, die Hände bewegen sich und die Gedanken fließen, von ganz allein. Dadurch ordnet sich häufig einiges im Kopf von selbst.
4) Ruf mal wieder an
Nicht nur Sie haben gerade viel Zeit und sind Zuhause. Machen Sie sich doch eine Liste, wen Sie schon längere Zeit nicht gesprochen haben und arbeiten Sie diese ab. Alte Freunde oder Verwandte freuen sich bestimmt auf Ihren Anruf und die damit verbundene Ablenkung bei einem freundlichen Telefonat.
5) Die Großeltern vernetzen
Die Großeltern soll man nicht mehr besuchen, haben die aber ein Computer, Tablett oder Smartphone, kann man sich via Skype oder Facetime sehen. Sind die Programme noch nicht installiert, dann erstellen Sie doch eine hilfreiche Anleitung oder erklären geduldig am Telefon die einzelnen Schritte. Die ältere Generation hat jetzt ebenfalls den perfekten Moment sich mit der neuen Technik auseinander zu setzen.
6) Zeit zum Lesen oder ein spannendes Hörbuch
Eine gute Gelegenheit zum Klassiker der Unterhaltung zu greifen. Mit einem Buch entfliehen wir dem Alltag, reisen in die Welt der Fantasie und können uns vom Stress entspannen. Darüber hinaus erweitert ein Buch den geistigen Horizont, streichelt die Seele oder dient als Gute-Nacht-Literatur. Ein weiteres Highlight ist es auf der Couch zu liegen und einem spannenden Hörbuch zu lauschen.
7) Die guten alten Brett- und Kartenspiele
Ein weiteres Ventil gegen den Frust in der Corona-Krise können Gesellschaftsspiele sein. Gefragt sind dabei vorzugsweise Brett- und Kartenspiele, die zu zweit mit dem jeweiligen Partner oder im kleinen Familienkreis aus dem eigenen Haushalt funktionieren. Denn das Treffen mit Freunden und Bekannten sollte aktuell tabu bleiben.
8) Trotz Corona mit Sport zuhause fit bleiben
Fitnessstudios, Sportvereine, Hallenbäder und Sportplätze haben wegen der Verbreitung des Coronavirus geschlossen. In Zeiten dieser Pandemie ist es wichtig sich trotzdem fit zu halten. Hierzu findet man diverse Online-Anbieter für effektive Workouts Zuhause. Ebenfalls bieten mittlerweile TV-Sender verschiedene Sportvideos an für jung und alt an.
Kopf hoch und bleiben Sie gesund!
Ihre Inga-Kathrin Schelzig
Redaktionsleiterin